Projekte im FokusPROJEKT 03 / 03

Wissenstransfer & Digitalisierung

Heimat 2.0.

Eine gute Lösung ist erst der Anfang.

SPRINT entwickelte und begleitete ein Patenmodell für den systematischen Transfer der Ergebnisse von Heimat 2.0. Modell- und Transferregionen wurden beraten und vernetzt; ergänzt wurde der Prozess durch Veranstaltungen, wissenschaftliche Begleitung und umfassende Öffentlichkeitsarbeit.

AUFTRAGGEBER
BMWSB / BBSR
ZEITRAUM
2023–2025
UNSERE ROLLE
Konzeption und Begleitung des Ergebnistransfers, wissenschaftliche Begleitung, Vernetzung und Kommunikation
HEIMAT 2.0 / DAS PATENMODELLWISSEN WIRD WIRKUNG
4PATENREGIONEN
TECHNISCHES KNOW-HOW
+ PROZESSWISSEN
GEMEINSAMES LERNEN
TRANSFERREGIONEN
ABB. 01Erfahrungen teilen. Lösungen an den eigenen Kontext anpassen.
01Die Ausgangslage

Die Ausgangslage

Mit „Heimat 2.0“ wurden Modellvorhaben gefördert, die digitale Lösungen für die Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen entwickeln und erproben. Dabei entsteht Wissen, das weit über die einzelnen Modellregionen hinaus wertvoll ist.

Die entscheidende Frage lautete deshalb: Wie gelangt dieses Wissen dorthin, wo es ebenfalls gebraucht wird?

Statt den Ergebnistransfer erst am Ende des Modellvorhabens mitzudenken, wurde er bereits während der Umsetzungsphase systematisch angelegt.

02Die Herausforderung

Wissen lässt sich nicht einfach übertragen.

Eine Lösung, die in einer Region funktioniert, kann nicht eins zu eins in eine andere Region kopiert werden. Strukturen, Akteure und Voraussetzungen unterscheiden sich.1

Klassische Ergebnisprodukte wie Berichte, Steckbriefe oder Handlungsempfehlungen können Wissen dokumentieren. Für eine erfolgreiche Übertragung braucht es aber mehr: Regionen müssen verstehen können, warum etwas funktioniert hat, welche Erfahrungen auf dem Weg gemacht wurden und wie sich eine Lösung an die eigenen Bedingungen anpassen lässt.

03Unser Ansatz

Transfer durch gemeinsames Lernen.

Dafür wurde mit dem Heimat-2.0-Patenmodell ein neuer Ansatz des Ergebnistransfers entwickelt. Vier Modellvorhaben fungieren als Patenregionen und geben ihr Wissen an ausgewählte Transferregionen mit vergleichbaren Herausforderungen weiter.2

Über einen längeren Zeitraum arbeiten die Regionen miteinander und lernen am konkreten Beispiel voneinander. Dabei wird nicht nur technisches Know-how weitergegeben. Mindestens genauso wichtig ist das Prozesswissen: Welche Hürden gab es? Welche Akteure mussten eingebunden werden? Was würde man beim zweiten Mal anders machen?3

SPRINT konzipierte diesen Transferprozess und begleitete die beteiligten Regionen fachlich und organisatorisch während seiner Umsetzung.

04Was wir konkret tun

Was wir konkret tun

  • Konzipieren. Wir entwickelten das Patenmodell als strukturierten Ansatz für den Ergebnistransfer.
  • Zusammenbringen. Wir begleiteten die Auswahl geeigneter Paten- und Transferregionen.
  • Begleiten. Wir berieten die Vorhaben während der Umsetzung inhaltlich und administrativ.
  • Vernetzen. Transferwerkstätten, Workshops, Jour fixes, Expertengespräche und Bereisungen schufen unterschiedliche Räume für gemeinsames Lernen.
  • Reflektieren. Wir begleiteten den Transfer wissenschaftlich und machten Erfahrungen und Erkenntnisse systematisch nutzbar.
  • Kommunizieren. Von Fachveranstaltungen über Podcasts und Videos bis zu digitalen und gedruckten Formaten wurden die Erkenntnisse für weitere Zielgruppen aufbereitet.
05Das Ziel

Nicht Lösungen kopieren. Erfahrungen übertragbar machen.

Am Ende steht deshalb nicht die Erwartung, dass eine digitale Lösung überall identisch funktioniert. Ziel ist vielmehr, dass andere Regionen von bereits gemachten Erfahrungen profitieren, Lösungen an ihre eigenen Voraussetzungen anpassen und auf vorhandenem Wissen aufbauen können.

So wird aus einem einzelnen Modellvorhaben ein Lernprozess, der über die ursprüngliche Förderregion hinausreicht.

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Anmerkungen & Fußnoten 01 — 03
  1. [1]Transfer ≠ Kopieren. Gute Praxis lässt sich selten eins zu eins übertragen. Entscheidend ist zu verstehen, welche Bedingungen zum Erfolg beigetragen haben – und welche davon in einem anderen Kontext überhaupt vorhanden oder herstellbar sind.
  2. [2]Das Heimat-2.0-Patenmodell. Vier Modellvorhaben fungierten als Patenregionen. Gemeinsam ausgewählte Transferregionen mit vergleichbaren Herausforderungen konnten über einen längeren Zeitraum von deren technischem Know-how und Prozesswissen lernen und die entwickelten Ansätze an ihre eigenen Bedingungen anpassen.
  3. [3]Mehr als die fertige Lösung. Prozesswissen umfasst die Erfahrungen auf dem Weg zur Lösung: Welche Akteure wurden gebraucht? Wo entstanden Widerstände? Welche Entscheidungen waren wichtig? Und was würde man beim nächsten Mal anders machen?